Erstes Bild
Emely stand auf der kleinen Trittleiter vor dem Fenster. In einer Hand hielt sie ihr farbiges Stoffraupentier, das viel länger war als sie selber. Mit der anderen Hand umfasste sie einen Teil des großen Teleskops.
Ihre Augen leuchteten, als sie die vielen Sternenbilder sah, die durch das Riesenloch des Teleskops ganz nah erschienen. Still war es im großen Haus. Ihre Mutter schlief schon. Emely befand sich im Dachgeschoss. Sie vermisste ihren Vater, der als Astronom zurzeit auf geschäftlichen Reisen war. Bis er wieder kam, durfte sie auch ganz alleine in sein Reich, das er sein Sternenstaubzimmer nannte. Die Geschichte, dass Sterne im All zu Staub zerbröckeln, war eine von vielen, die ihr Vater ihr erzählte.
Hier standen am Fenster viele verschiedene Teleskope. Mit ihren jungen zehn Jahren konnte sie die sieben hellsten Sterne sehen, die nachts am Himmelszelt den großen Wagen bildeten. Auch den großen Bären, den Kleinen Hund und noch viel mehr da draußen im Universum sah sie. Sie kannte die Namen von allen bekannten Planeten, auch deren zwölf Tierkreiszeichen. Stundenlang konnte sie sich mit ihrem Vater im Sternenstaubzimmer amüsant unterhalten und philosophieren. Er erklärte ihr, dass man sich über das Universum in Gedanken sehen konnte. Die Distanzen seien nicht relevant im Leben, sondern der Gedanke alleine zähle, den jeder gegenseitig auf sich trage und dem anderen zuschicke.
Emely sah die schwarze Nacht und das Funkeln der kleinen und großen Sterne. Ob ihr Vater wohl gerade an sie dachte? Sie kletterte die Trittleiter hinunter. Einmal
